Creating future

Internationales Jugendprojekt um Macht und Ohnmacht und die Möglichkeiten Zukunft zu gestalten – Kassel 2016

Flyer V 1c50 junge Menschen im Alter von 16 – 25 Jahren aus Polen, Griechenland, Italien, Frankreich und Deutschland treffen sich im Juli/August 2016 für 2 Wochen in Kassel um über Macht und Ohnmacht und die Möglichkeiten, Zukunft gemeinsam zu gestalten, nachzudenken und zu sprechen und Tanz- und Theaterszenen sowie Songs zu entwickeln, die ihre diesbezüglichen Erfahrungen, Ängste und Wünsche widerspiegeln.

In unserem Projekt „creating future“ wollen wir fragen:

Können Jugendliche mit ihrem Engagement die Welt verändern? Können sie sich an der Gestaltung der Zukunft beteiligen?

Was sind Eure Wünsche, Eure Sehnsüchte?

Worauf habt Ihr Einfluss? Was wollt Ihr erreichen?

Was ist Einfluss, wie macht man ihn geltend?

Wir treffen Menschen, die Ohnmacht erfahren haben (Flüchtlinge, Arbeitslose, Obdachlose), wir treffen Menschen, die Entscheidungen treffen, die das Alltagsleben anderer betreffen (Arbeitsamt, Verwaltungsbeamte, Politiker), wir treffen Vertreter von Organisationen, die ‚machtlose‘, sich ausgeliefert fühlende Menschen unterstützen oder in denen Menschen sich selbst organisieren (Jugendmigrationsdienst, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen), wir führen Übungen und Rollenspiele durch, die die Gefühle Macht und Ohnmacht nachempfinden lassen.

In kreativen Workshops (Theater, Tanz, Gesang) beschreiben die Teilnehmenden ihre Erfahrungen von Macht und Ohnmacht, zeigen ihre Ängste und Hoffnungen und entwickeln Ideen, wie Zukunft zu gestalten sein könnte.

Am Ende des Projektes gibt es eine öffentliche Bühnenshow im Kasseler Kulturhaus DOCK 4

Termin: 25.Juli – 6.August 2016

Ort: Kassel

Kosten: 90,00 € (alle Mittag- und Abendessen, Fahrtkosten in Kassel, Workshop-Gebühren, Eintrittspreise im Rahmen des Programms)

Veranstalter: Kulturnetz Kassel e.V. und Kommunales Jugendbildungswerk der Stadt Kassel (KJBW) mit Unterstützung durch das Kulturamt Kassel.

Weitere Infos zum Projekt:

http://www.stadt-kassel.de/prokassel/jugendbegegnungen/

Tel.: 0561/701 6275 (Kulturnetz), 0561/787 5148 (KJBW)

(Das Projekt wird finanziell gefördert durch das EU-Programm Erasmus+Jugend und die Well being – Stiftung)

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Informationsveranstaltung „Freiwillig ins Ausland“

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Jugendinformationstag „Freiwillig ins Ausland“

Informationen rund um Auslandsaufenthalte, ob kurz oder lang, ob Jugendbegegnungen, Workcamps, Schuljahr im Ausland, Au pair oder internationale Freiwilligendienste erhaltet Ihr am Jugendinformationstag „Freiwillig ins Ausland“  life und aus erster Hand von gerade zurückgekehrten Jugendlichen.

Informationsveranstaltung zu verschiedensten Möglichkeiten von befristeten Auslandsaufenthalten für Jugendliche und junge Erwachsene.

Samstag, 05. November 2016

Ort: Kulturbahnhof Kassel/Südflügel, Franz-Ullrich-Str. , 34117 Kassel                        Für junge Menschen von 14-26 Jahren.

11.00 – 13.00 Uhr                                                                                                                        15.00 – 17.00 Uhr

Eine Veranstaltung des Regionalverbundes „Freiwillig ins Ausland“.

Eintritt frei!

Weitere Infos zur Veranstaltung:                                                                                                      www.stadt-kassel.de/prokassel/jugendbegegnungen/ausland/

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Blickwechsel

Dokumentarfilm über Freiwilligendienste

Freiwilligendienste in Übersee: Zeit zur eigenen Orientierung, Horizonterweiterung, hautnahes Erleben einer anderen Kultur – für die Freiwilligen.

Wie aber erleben die Menschen im Projekt die Freiwilligen? Wie sehen sie das vorüber gehende Engagement junger Deutscher in ihrer ständigen Heimat? Ein Film von Christian Weinert und Ferdinand Carrière.

Freitag, den 06.November 2015 um 15.00 Uhr, Bali Kassel

Eintritt: 5,00 €/3,00 €

Infos zum Film: Blickwechsel

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Jugendkultur(en) in Deutschland und der Türkei

IMG_4458 Emek, Yelda

Deutsch-türkisches Medienprojekt in Kassel und Berlin

05.-16.April 2015

„Ist das wirklich der Oberbürgermeister?“ fragen Yelda und Ayse* aus dem türkischen Bodrum völlig perplex, weil der Mann, der als Kasseler Oberbürgermeister vorgestellt wird, an der Kasse im Rathausrestaurant genauso in der Schlange steht wie alle anderen Kantinenbesucher. Ein Umstand, den sie sich in ihrer Heimatstadt Bodrum nicht vorstellen können, denn der dortige Rathauschef würde  ihrer Ansicht nach bevorzugt behandelt, also nicht anstehen müssen. Die Frage, ob in Deutschland jeder Bürgermeister in seiner Kantine anstehen würde, konnten wir allerdings auch nicht beantworten.

Offenbar hat diese zufällige Begebenheit im Kasseler Rathaus die türkischen Jugendlichen, die in Kassel waren um gemeinsam mit Hilfe der Medien Film, Radio und Foto Jugendkultur(en) in Kassel zu erkunden (und mit Jugendkultur in Bodrum zu vergleichen) sehr beeindruckt.

„Alder, wir mussten so viel laufen“ war Dario* aus der Kasseler Gruppe eher von den vielen Wegen, die Reporter zurück legen müssen, beeindruckt.

Die 25 Jugendlichen im Alter von 12 – 15 Jahren aus Bodrum und Kassel, die Anfang April in Kassel unterwegs waren besuchten die lokale Fernsehstation „Offener Kanal Kassel“, wurden im Rathaus von Stadtverordneten empfangen, erkundeten die Innenstadt und den Bergpark und waren vor allem an verschiedenen Jugendtreffpunkten interessiert. Ihre Besuche in der Freestylehalle, beim Skateboardverein Mr. Wilson in der Kesselschmiede, in den Jugendhäusern Anne-Frank-Haus und Haus Forstbachweg, wo sie natürlich alles ausprobieren konnten, hielten sie mit Fotoapparaten, Handykameras, Filmkamera und MP3-Recorder fest, während sie es beim Besuch im Kulturzentrum Schlachthof vorzogen am Fußballturnier teilzunehmen. Die Film- Foto- und Tonaufnahmen wurden in 3 Mediengruppen noch während der internationalen Begegnung weiterverarbeitet zu einem Filmbeitrag, der schon ein paar Tage später beim Offenen Kanal Kassel gezeigt wurde, zu einer Ton-Bild-Schau und zu einer einstündigen Rundfunksendung, die beim Freien Radio Kassel produziert und ausgestrahlt wurde.

IMG_4541 Emrah

Ein paar Tage des Projektes verbrachte die deutsch-türkische Gruppe in Berlin, wo die Teilnehmenden sowohl heutiges multikulturelles Leben in der Millionenstadt als auch ein bisschen deutsche Geschichte (Holocaust-Denkmal, Checkpoint Charlie u.a.) kennen lernen konnten. Beim Besuch des deutschen Bundestages wurde natürlich die Reichstagskuppel besichtigt und es gab ein Gespräch mit der Kasseler Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch, die ihre Besucher auch damit beeindruckte, dass der unterm Arm geklemmte Fahrradhelm den Schluss nahe legte, dass sie – immerhin eine Abgeordnete des deutschen Parlaments – mit dem Fahrrad zum Bundestag fährt – ein Umstand, der weder ins Klischee der türkischen noch der deutschen Teilnehmer von ihren jeweiligen Parlamentariern passte.

Auch darüber hinaus haben die Teilnehmenden in diesem internationalen Medienprojekt einiges gelernt: Filmen, Schneiden, Nachvertonen, Interviews zu führen, eine Sendung zu moderieren und andere mediale Fertigkeiten, aber auch, dass die jungen Leute aus der Bodrumer Partnergruppe total auf Waffeln und Schokolade stehen, dass Elektronikartikel und Markenkleidung in Kassel günstiger sind als in Bodrum, dass es in Bodrum zwar keine Skaterhalle und kein Jugendzentrum gibt, dafür aber jede Menge Strand und Meer, das Betätigungen wie Surfen und Tauchen ermöglicht.

Wie sich das nun mit dem Oberbürgermeister und der Rathauskantine in Bodrum verhält, können die Teilnehmenden bei der Rückbegegnung in Bodrum im April 2016 in Erfahrung bringen. Wir sind sehr gespannt!

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Veranstaltet wurde dieses Internationale Jugendmedienprojekt vom Kommunalen Jugendbildungswerk der Stadt Kassel in Kooperation mit den Kasseler Jugendhäusern Anne-Frank-Haus, Geschwister-Scholl-Haus und Haus Forstbachweg und der Schule Bitez Gülümser Mehmet Danaci Ortaokulu in Bodrum (Türkei).

Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP), der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke und der Landesanstalt für Privaten Rundfunk (LPR) Hessen.

*Namen natürlich von der Redaktion geändert

IMG_4447 Bora, Sinem, Ayten

Den Beitrag für „Hallo Kassel“ am 10.04.2015 ist hier zu sehen: Mr.Wilson Halle

Das Projekt soll in den Osterferien 2016 in Bodrum in der Türkei fortgesetzt werden.

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60 Jahre documenta

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Von der Kinder-Jugend-Insel auf dem Friedrichsplatz begannen Aktionen zu den Außenkunstwerken frühere documenta Ausstellungen.

1_Kinder-Jugend-Insel

Wir warfen Zeitkapseln mit Fragen, Eindrücken, Erfahrungen und Notizen in den Aschtrottbrunnen, worauf der Künstler Horst Hoheisel reagieren wird.

6_Aschrottbrunnen    8_Aschrottbrunnen

Wir fanden `die Fremden´von Thomas Schütte auf dem Dach des Roten Palais und erfanden selbst fremde Tonfiguren.

.. ob sie noch immer dort stehen?

.. ob sie noch immer dort stehen?

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Wir standen mit 15 Personen auf dem Plateau des vertikalen Erdkilometer und sahen nur einen Deckel. Die Geschichten und Inhalte zu Walter de Marias Kunstwerk von 1977 bewegen noch heute und so machten wir uns auf den Weg, zu erfahren wie lang 1000 Meter sind, spannten ein langes Band, gingen auf dem Friedrichsplatz zick-zack, um das Fridericianum herum und trafen uns in der Mitte der Eingangssäulen des Museums.

25_Aktion_zum_Erdkilometer   18_Aktion_zum_Erdkilometer22_Aktion_zum_Erdkilometer   21_Aktion_zum_Erdkilometer20_Aktion_zum_Erdkilometer   15_Aktion_zum_Erdkilometer11_Aktion_zum_Erdkilometer   10_Aktion_zum_Erdkilometer

Am Rahmenbau von Haus Rucker & Co traf sich eine kleine Gruppe, rückte sich ins Bild – in eine bestimmte Position, und im `richtigen´ Rahmen wurden Bilder mit einer Polaroidkamera gemacht. Vom Selfie war heute nichts zu sehen und die Abzüge wurden natürlich mit nach Hause genommen. Es bleibt kein sichtbares Bild von dieser Aktion, außer die Vorstellung von Spaß am Rahmenbau, Dinge zu tun, die man sonst nicht macht.

Den Geburtstag haben wir mit Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen gefeiert. Es hat Spaß gemacht, vielen Dank für die Teilnahme und auf ein andermal.

Tom Tiggemann

für die AG zum documenta Geburtstagsfest

 

 

 

 

 

 

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Die Magie der Integration – Zirkus inklusiv

Integratives Internationales Zirkuscamp in Spanien, 27.März – 06.April 2015

Zirkus & Kultur in Spanien

Foto: Karl-Heinz Stark

onglieren, Akrobatik, Einrad fahren, Trapez, Seillaufen, Kugel laufen, Diavolos, Devil Sticks, Clownerien ….. Zirkus eben,    Ausflüge,    Kultur kennen lernen,

20 junge Menschen aus Kassel sind für 10 Tage zu Gast in der spanischen Zirkusschule Circompay in der Extremadura und werden dort von 20 jungen Spaniern und Spanierinnen empfangen. Deutsche und spanische Jugendliche werden gemeinsam im magischen Gelände von El Quinto Pino am Rande des Ortes Talayuela im Herzen der spanischen Extremadura untergebracht.

Während dieses internationalen Zirkuscamps  finden natürlich jede Menge Workshops statt, in denen die Teilnehmenden verschiedenste Techniken des Jonglierens, der Akrobatik und der Clownerie kennen lernen oder vertiefen können, angeleitet und unterstützt von  den Artisten von Circompay und ZirkuTopia.

Geplant sind auch verschiedene Ausflüge in der Extremadura wie z.B. eine Trekkingtour im Naturpark Monfragüe oder Besuche von Jugendzentren und Jugendtreffpunkten in Plasencia.

Am Ende der Begegnung wird es eine große Zirkusgala im großen Zirkuszelt von El Quinto Pino geben, auf die das Publikum aus Talayuela  ebenso gespannt ist wie die Teilnehmenden.

  • Termin:                                        27.März – 06.April 2015
  • Ort:                                               Talayuela (Spanien)
  • Alter:                                             13-20 Jahre
  • Teilnehmende Gruppen:          Talayuela (Spanien), Kassel (Deutschland)
  • Teilnahmegebühr:                     290,00 € (An- und Abreise mit Zug, Flugzeug und Bus, Unterbringung und Vollverpflegung in Talayuela, Workshopkosten, Eintrittspreise im Rahmen des Programms)
  • Veranstalter:                              ZirkuTopia e.V., Kommunales Jugendbildungswerk der Stadt Kassel und Circompay Talayuela

Infos & Anmeldung:

Kommunales Jugendbildungswerk der Stadt Kassel, Mühlengasse 1, 34125 Kassel, Tel.: 0561/787 5148, E-Mail: jugendbegegnungen.kassel@web.de

Ein Bericht über das Projekt ist hier zu finden: KJBW Kassel, Die Magie der Integration

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Jungsein heute – welche Herausforderungen?

Europäisches Jugendseminar in Mulhouse

Seminaire européen de jeunesse

20.-25.Oktober 2014 in Mulhouse (Frankreich)

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50 Jugendliche und junge Erwachsene (zwischen 16 und 25 Jahren) aus Lettland, Spanien, Schweden, Polen, Italien, Frankreich und Deutschland (Kassel) diskutierten aktuelle Fragen aus den Bereichen

–          Bildung

–          Globalisierung (insbesondere TTIP)

–          Soziale Medien

–          Umweltschutz

–          Arbeitslosigkeit

–          Migration und Integration,

die sich im Rahmen der Open Space Konferenz herauskristallisiert hatten.

Am Ende des Projektes stellten Sie ihre Vorschläge Politikern des Conseil General in Colmar und Politikerinnen aus Mulhouse und Europäischem Parlament vor.

IMG_3850 Conseil General Colmar

Hier der Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin aus Kassel:

In der Woche vom 20. bis 24. Oktober 2014 fand in Mulhouse eine europäische Jugendbegegnung mit dem Leitthema „Jung sein heute – Welche Herausforderungen?“ statt.

Als ich von diesem Projekt gehört hatte, interessierte ich mich sofort dafür, da es eine Möglichkeit war, neue Erfahrungen zu machen, sich über spannende europäische und zukunftsorientierte Themen auszutauschen und internationale Bekanntschaften zu machen. Aus diesem Grund entschied ich mich relativ spontan für meine Teilnahme.

Bei dem vorherigen Vorbereitungstreffen lernte ich dann die anderen Teilnehmer aus Kassel kennen und wir bekamen weitere Informationen über den Ablauf. Zusätzlich überlegten wir uns schon einmal Themen, die später eventuell in Kleingruppen diskutiert werden könnten.

Ich persönlich interessierte mich besonders für Bildung in Europa und inwiefern sich die verschieden Bildungssysteme unterscheiden beziehungsweise inwiefern man diese verbessern könnte, um sie den Bedürfnissen der jungen Menschen mehr anzupassen.

n Mulhouse angekommen, lernten wir dann bald die Delegierten aus den sechs anderen teilnehmenden Ländern Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Lettland und Schweden kennen und machten zunächst unter Anleitung der Moderatorinnen erste Spiele und Aktivitäten. Schnell verschwand deshalb die anfängliche Anspannung und wich der Neugier auf die Erzählungen der anderen jungen Menschen.

Zum Glück gab es eine Diskussionsgruppe, die sich mit dem Thema Bildung beschäftigte, sodass ich die Möglichkeit hatte verschiedenste Meinungen darüber zu hören. In unserer Gruppe fand eine rege und interessante Diskussion statt, deren Ergebnis neue Ideen zu den Bereichen Kindererziehung in Grundschulen, Schule und unterschiedliche Bildungswege sowie die Chancen von jungen Menschen, ihre Träume und Ziele in bestimmten Berufen zu verwirklichen, war.

Neben den täglichen Workshops gab es natürlich noch zahlreiche andere Möglichkeiten zu einem interkulturellen Austausch, den ich persönlich am spannendsten empfand. Zum Beispiel in Pausen, beim Sport oder beim Erkunden von Mulhouse entwickelten sich schnell Sympathien und wir sprachen viel über Unterschiede und Gemeinsamkeiten unserer Herkunftsländern oder aber über

persönlich Interessen und Hobbies.

Die Sprachbarriere bereitete so gut wie gar keine Probleme, da alle gut Englisch sprachen und auch bei kleinen sprachlichen Schwierigkeiten verständnisvoll für die Fehler ihres Gegenübers waren. Ich persönliche hatte auch die Gelegenheit, mein Französisch anzuwenden, sei es in der Stadt beim Einkaufen im Dialog mit den Einwohnern oder aber beim Übersetzen oder Dolmetschen bestimmter Dinge für die Teilnehmer, die kein Französisch sprachen.

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Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des „conseil générale“ am vorletzten Tag, bei dem wir unsere erarbeiteten Ergebnisse lokalen Politikern präsentieren und erläutern konnten. Leider war dieses Treffen sehr einseitig, da die Politiker sich hauptsächlich auf die Situation in Frankreich bezogen, wohingegen wir uns mit europaübergreifenden Problematiken beschäftigt hatten. Folglich gingen die Politiker nicht wirklich auf uns ein, sondern trugen lediglich ihre eigenen Standpunkte vor.

Am Abend des gleichen Tages konnten wir unsere Ergebnisse (auch artistisch) noch einmal anderen Politikerinnen vorstellen. Darunter war auch die italienische Europaabgeordnete Elly Schleim, die sehr engagiert und verständnisvoll reagierte und zudem auch tolle neue Denkansätze mit einbrachte.

Dieser Abend war deshalb wirklich ein voller Erfolg!

Im Großen und Ganzen war die Jugendbegegnung in Mulhouse eine wunderbare Bereicherung auch für mich individuell als Persönlichkeit, die vor allem einen sehr interessanten interkulturellen Austausch mit Menschen, die man sonst niemals kennengelernt hätte, mit sich brachte.

(Marlene Rehbein)

Dieser europäische Jugendseminar wurde organisiert vom Service Jeunesse der Stadt Mulhouse und dem Youth Express Network in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk der Stadt Kassel und weiteren Organisationen aus den beteiligten Städten Strängnas (Schweden), Wroclaw (Polen), Riga (Lettland), Belluno (Italien), Murcia (Spanien) und Barcelona (Spanien)

Infos über weitere internationale Jugendprojekte auf

http://www.stadt-kassel.de/prokassel/jugendbegegnungen/

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Anders – na und?

Internationales Tanz-, Theater- und Gesangs-Projekt in Kassel

6109Rapper, Brillenträger, Motorradfahrer, Rechtshänder, Homosexuelle, Blonde, Fleischesser, Muslime, Volleyballspieler, CDU-Wähler, Radiohörer, Dunkelhäutige, Roma, Punks, Nutellalöffler, Discobesucher, Protestanten, Niedersachsen, Italiener, Baunataler, Kaffeetrinker…

Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15-25 Jahren aus 4 europäischen Ländern fragten, was in verschiedenen Ländern als Abweichung vom gesellschaftlichen Mainstream betrachtet wird. Wie wird in den beteiligten Ländern mit Menschen umgegangen, die anders sind, andere Vorlieben, anderen Glauben, andere Neigungen haben? Welche Verschiedenartigkeiten werden akzeptiert, welche nicht? Warum und wie werden bestimmte Gruppen ausgegrenzt? Warum grenzen sich manche Gruppen von der Mehrheit ab?

Neben dem Blick auf die eigenen Erfahrungen mit ‚Anders Sein‘ (und dem neugierigen Blick auf die Erfahrungen der andern TeilnehmerInnen) hatten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gelegenheit zu Fragen an Menschen, die üblicher Weise als abweichend, als anders, und zwar als irgendwie problematisch anders, angesehen werden wie z.B. Transsexuelle, Muslime, Frauen mit türkischen Wurzeln. Bei der Migrationsberatung der Caritas berichteten Mitarbeiter über die Schwierigkeiten, die Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, hier in Deutschland bereitet werden. – Viel Stoff für weitere Gespräche der jungen Europäer über Unterschiede und die unterschiedlichen Situationen in den beteiligten Ländern.

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Bühnenshow im DOCK 4

Ihre Eindrücke, Gefühle und bei den verschiedenen Besuchen, Gesprächen und Rollenspielen neu gewonnenen  Informationen zu Verschiedenartigkeit, Minderheiten, Ausgrenzung und Rassismus entwickelten die Teilnehmenden aus Poznan (Polen), Padova (Italien), Huarte (Spanien) und Kassel in Tanz-, Theater- und Gesangs-Workshops unter professioneller Anleitung zu Szenen, Songs und Texten, die am 04.August 2014 in einer öffentlichen Bühnenshow im Kasseler Kulturhaus DOCK 4 vor einem begeisterten Publikum präsentiert wurden.

Wie immer, wenn ausländische Gruppen auf Einladung des Kommunalen Jugendbildungswerkes nach Kassel kommen, wurde auch von den jungen Polen, Italienern und Spaniern mit ihren deutschen GastgeberInnen die Stadt erkundet, der Herkules besucht und ließen sich die Gäste von den Wasserspielen begeistern. An den Abenden wurde manchmal geprobt, gelegentlich aber auch die ein oder andere Kasseler Kneipe besucht, man traf sich im Park und feierte im ‚unten‘.

Die Workshops wurden angeleitet von:

  • Pamela Hering, Kassel (Tanzwerkstatt Kassel) – Tanz
  • Markus Hühn, Kassel (Projekt Purpur) – Theater 1
  • Tobias Krechel, Kassel (Theater Zwei) – Theater 2
  • Anna Żolyniak, Hamburg – Gesang

Das Projekt fand statt vom 25.Juli – 06.August 2014 in Kassel.

Das international Tanz-, Theater- und Gesangsprojekt “Different – so what?” wurde organisiert vom Kommunalen Jugendbildungswerk der Stadt Kassel und dem Kulturnetz Kassel e.V. in Kooperation mit der Kulturförderung der Stadt Kassel, Progetto Giovani Padova, Grupo de Jovenes de Intercambio de Tierra Estella und Forum Kultur Poznan.

Finanziell gefördert wurde das Projekt mit Mitteln des EU-Programms JUGEND IN AKTION, der Well being-Stiftung und der Firma Hübner.

K.-H. Stark

Ausschnitte aus der Bühnenshow findet Ihr hier: Song „Different – so what?“

Some thoughts about being different

Impressionen vom Projekt

Infod zu weiteren Internationalen Jugendprojekten des Jugendbildungswerkes;

www.stadt-kassel.de/prokassel/jugendbegegnungen

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